Nachruf auf Elron Tibor Gerstner aus Lingenfeld Germersheim, der am Samstag, den 23.08.03 mit seinem Motorrad tödlich verunglückt ist. Bilder aus seinem Leben, Informationen zur Trauerverarbeitung Trauerphasen u. Gesprächskreis verwaister Eltern, Gedichte
verstorben vor 5568 Tagen

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An einem heißen Tag im August

Es war am Samstag den 23.08.2003. Elron kam morgens um 5.30Uhr vom A 65 nach Hause.
Ich war wach, weil mein Mann Peter mit Marvin, Elrons Bruder und Stefanie, Marvins und Elron's Halbschwester, zur Arbeit fuhren.
Elron legte sich ins Bett und wollte ausschlafen. Aber um 12 Uhr Mittags stand er schon fertig angezogen vor mir in der Küche.
Er ging in Marvins Zimmer und kam mit Helm und Schlüssel fürs Motorrad zurück.
Mir fuhr ein Schrecken durch und durch und ich fragte Ihn: Wo willst du hin?". "Ich fahr zu Papa ins Sonnenstudio", war die Antwort..
Ich sagte:", Elron pass auf", denn er hatte sein Motorrad verkauft und fuhr schon einige Zeit nur Auto.
Sein Kommentar zu mir: " Mama ich hab den Führerschein schon länger als Marvin".
Obwohl es nur ca. 1 Km war wurde mir ganz komisch zu Mute. Am liebsten wollte ich nach kurzer Zeit anrufen und fragen, ob er gut angekommen sei. Aber ich traute mich nicht und dachte :" Elron meine ich spinne". Es dauert ca. 2 Stunden bis er wieder da war, und die ganze Zeit hatte ich ein komisches Gefühl. Die ganze Woche schon, ab Montag, war ich sehr unruhig, mehr und schlimmer, als sonst. Ich konnte es mir nicht erklären, erst wenn ich wusste, dass beide Jungs zu Hause waren, wurde ich ruhiger.
Als Elron vom Sonnenstudio wieder da war, bastelte er am Motorrad von Marvin rum, ich wusste nicht was, für mich war es gut ihn bei mir zu wissen. Punkt.
Ich machte Pizza, denn Peter, Steffi und Marvin sollten am Nachmittag wieder da sein.
Marvin kam etwas früher, weil er noch ein Fußballspiel in Dammheim bei Landau hatte. Ich hab ihn abgesetzt und bin wieder nach Hause gefahren.
Peter kam von seiner Arbeit zurück und Elron hat noch geholfen den Anhänger auszuladen. In der Zwischenzeit ist Marvin vom Spiel zurück gebracht worden. Wir saßen auf der Terrasse, als Elron plötzlich mit Martin, seinem besten Freund, in der Terrassentür stand und sagte, " Ich fahr noch mal kurz nach Germersheim" (mit Marvins Motorrad). Ich hab innerlich ein Schreck bekommen und fragte ihn, wie siehst du denn aus, du hast ja kaum was an. Willst du so fahren? Es war ca. 35 Grad warm. Er sagte nur "Mama, ich hab doch einen Nierengurt an".
Mir war komisch zu Mute, konnte aber keine Erklärung dafür finden.
Es dauerte ca.10 bis 15 Minuten, da rief Manuel, ein Freund von Marvin an. "Peter hier vor Fort Friedrich liegt Marvin mit seinem Motorrad und hat einen Unfall". Peter sagte nur, Marvin steht vor mir. Ich sprang auf, obwohl ich nicht gehört hatte was Manuel am Handy sagte, wusste ich sofort, es war etwas mit Elron.
Steffi ist mit unserem Auto gefahren, wir waren alle sehr aufgeregt.
Er ist direkt vor Fort Friedrich bei seiner Oma vorm Haus verunglückt, um 18.30Uhr. Mit dem Motorrad in der Kurve zu schnell (obwohl er die Strecke sein Leben lang kannte und da auch10 Jahre wohnte) vom Bordstein nicht weggekommen, gestürzt und gegen einen Eisen-Pfahl vom Verkehrsschild geprallt.
Den Unfall hatte keiner gesehen, erst als er da lag, kamen Leute vorbei.
Herr Wetzel kam dazu hielt Elron in seinem Arm, bis der Krankenwagen kam, und übergab ihn dann den Sanitätern.
Er ist noch aufgestanden hat sich den Helm abgenommen und gesagt, wie seh ich aus, (und zu Herrn Wetzel sagte er immer, rufen sie meine Mama an, meine Mama soll kommen)
Seine Schmerzen waren sehr groß, sodass die Sanitäter ihn sofort ins künstliche Koma versetzt hatten. Obwohl wir 10 Minuten später an Ort und Stelle eingetroffen waren, konnte ich nicht mehr mit ihm sprechen. Da er äußerlich keine Verletzungen hatte, sagte mir die Polizei, ich sollte mich beruhigen, es ist nicht so schlimm. Mein Gefühl, aber sagte mir was ganz andres.
Wir waren alle da, sein Bruder Marvin, Steffi seine Halb-Schwester, Peter, ich seine Mama, die Oma, die durch Zufall direkt hinten dran stand und nicht wusste das es Elron war, denn sie konnte nur seine Füße sehen. Da sie wusste, dass Marvin Fußball hatte und Elron eigentlich nicht mit Marvins Motorrad fuhr.
Erst als sie uns rennen sah, wusste sie das es Elron war. Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen, denn Martin stand mit in der Tür als Elron fort fuhr und ich hatte Angst, Martin würde hier irgendwo rum liegen. Ich war so durcheinander, dass ich Marvin zu Papa und Martin schickte, um zu sehen ob es Martin gut ging. Dann kamen Papa, Martin und Alexander auch noch dazu. Wir waren alle bei Dir Elron, aber wir konnten nicht mit dir sprechen.
Der Hubschrauber hat dich dann nach Mannheim in das Klinikum geflogen und wir haben zu Hause deine Tasche gepackt und sind
Hinterher gefahren, ebenso Papa mit Christiane.
Die Ärzte sagten uns, du hast die schwersten Verletzungen, die man nur haben kann, Milz, Darm und Leber waren durch den Aufprall an die Eisenstange schwer verletzt. Sie versuchen ihr bestes zu tun.
Wir gingen im Warteraum hin und her, wussten nicht wo uns der Kopf stand und beteten, dass Elron überleben würde.
Hofften und bangten um sein Leben und glaubten an Wunder, die jetzt unseren Sohn retten mussten.
Die Ärzte sagten uns es sei ein Wunder, dass er lebend hier in Mannheim angekommen ist.
Die Stunden vergingen nicht, wir warteten endlos lange. Zwischen durch war uns vor lauter Aufregung und Angst ganz schlecht.
Ich weis nicht mehr wann und wie , auf alle Fälle kamen sie zu uns und sagten " Es gebe keine Hoffnung mehr, sie können sein Leben nicht retten", er wird innerlich verbluten, sie bekommen die Blutung nicht zum Stillstand.
Ich dachte, nein das kann doch nicht wahr sein, nicht unser Elron, nein, Hilfe, warum nur Elron, nein, was mach ich bloss, mein Herz bleibt stehen, ich kann nicht mehr, nein..........
Wir können ihn noch sehen, sein Herz schlägt noch.
Heute glaube ich, Elron, du hast auf mich gewartet, du wolltest mich noch sehen und höre.
Er lag auf der Intensivstation!
Der Papa ging zu erst zu ihm. Dann kam eine Ärztin auf mich zu, "wollen sie nicht zu ihrem Sohn gehen"?
Doch sagte ich, aber ich kann kaum gehen, sie nahm meine Hand und ich ging Schritt für Schritt vorwärts, bis ich auch an seinem Bett stand.
Sein Papa stand am Kopfende, ich nahm gleich seine Hand und erschrak. Warum war er so weis und seine Hand so kalt?
Hilfe, Elron du darfst mich doch nicht alleine lassen, nein bitte bleib da, ich brauch dich doch!
Hilfe.......... ich weis nicht mehr was ich alles gesagt habe, aber als sein Herz aufgehört hat zu schlagen, war ich total geschockt, ich hab geschrieen und geweint. Peter und Christiane kamen auch um sich von Elron zu verabschieden.
Wie Peter sagte, jetzt musst du Elron gehen lassen, lass bitte seine Hand los. Darauf hab ich gesagt, nein ich kann nicht, ich kann ihn nicht loslassen. Nein......
Ich hatte ein Gefühl der Ohnmacht, den ich hatte ihn nicht beschützen können..........
Elron Tibor ist tot!
Am Sonntag morgen um 2.20Uhr am 24 August ist er seinen inneren Verletzungen erlegen!
Warum……………. ??????????
Bei einem Verkehrsunfall wird die Leiche sofort beschlagnahmt!
Das heist, keiner durfte mehr zu ihm!
Wir fuhren verstört nach Hause und suchten Marvin und Steffi.
Wir hatten alle Handys aus, was sollten wir auch sagen????
Aber um Marvin zu finden musste ich es einschalten.
Alexander rief in dem Moment an, na wie geht's Elron, wo liegt er, wir wollen ihn gleich morgen besuchen?
Wir mussten jetzt beginnen den Freunden und Verwandten die traurige Nachricht zu überbringen.


   
       




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