Nachruf auf Elron Tibor Gerstner aus Lingenfeld Germersheim, der am Samstag, den 23.08.03 mit seinem Motorrad tödlich verunglückt ist. Bilder aus seinem Leben, Informationen zur Trauerverarbeitung Trauerphasen u. Gesprächskreis verwaister Eltern, Gedichte
verstorben vor 5443 Tagen

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Gedanken an Dich von Peter


Wir lernten uns kennen da warst du gerade 9 Jahre alt.
Deine natürliche kindliche Art war zum verlieben.
Keine Frage war dir zu schwierig und dein Wissensdrang war schon als Kind unersättlich.
Warum und wieso waren deine ständigen Begleiter.

Jedes Detail von auch noch so komplizierten Sachen wollten von dir untersucht und erforscht werden. Man brauchte schon Ausdauer deinen vielen Fragen, die oft schon zu erkennen ließen, wie du die Welt siehst, eine plausible Antwort entgegen zusetzten.
Deine Finger waren schnell und mit Werkzeug konntest du flink umgehen.




Was zur Folge hatte das manches von dir zerlegt wurde und dann zum Teil auch wieder zusammengesetzt werden konnte. Doch es blieben oft einpaar Teile übrig. Was aber für dich nur einen angenehmen Effekt hatte, denn jetzt konntest du was neues erschaffen.

Wenn ich zurück an deine Kindheit denke kommen immer die selben Bilder zu mir. Ich sehe dich lachend mit weitaufgerissenen Augen über den Hof bei deiner Oma Karola laufen. Du hast mit deinem Bruder gespielt und allen älteren Zuschauern um dich herum Freude bereitet.
Für dich verging die Zeit zu langsam, du wolltest schnell groß werden.


Die Gespräche mit Größeren und Erwachsenen waren für dich eine Herausforderung.
Du hattest eine Wesensart die sehr herzlich war. Du konntest zum Beispiel, über einen von dir gemachte und von anderen bemerkte Fehler, lachen. Diese Gabe haben nur sehr wenige Menschen.

Einer von ihnen war dein Opa Gerhard, von dem du das vielleicht mit bekommen hattest. Du lachtest dann so herzlich das der Grund dafür vergessen wurde und auch nicht mehr wichtig war.










Du setztest dich schon früh für andere ein und konntest es gar nicht leiden wenn jemand zu Unrecht behandelt wurde. Ob es in der Schule, auf Klassenfahrten, beim Tanzen oder dann auf deiner Arbeit war, du
stelltest dich vor Schwächeren und hast oftmals für diese die Prügel bezogen.
Als du zu uns kamst um uns zu sagen, du würdest gerne mit Anderen behinderte Kinder betreuen, waren wir sehr stolz auf dich. Du wusstest schon was da auf dich zu kam und trotzdem war es für dich beschlossene Sache.
Du hattest sowieso kronischen Zeitmangel und dann noch solche schwierigen Aufgaben, aber auch hier kam deine soziale Ader durch.





Wenn wir uns unterhielten wurde von jedem deiner Gesprächspartner viel Konzentration abverlangt. Dir war keine Diskussion zu anstrengend oder zu lange. Aber am besten konntest du das mit deiner Mama. Wenn ihr beide so richtig in Fahrt gekommen seit, war es schwer euch zu übertönen. Erst musste das Thema erledigt werden dann war für euch beiden die Welt wieder in Ordnung.
Für dich war es auch kein Problem mit fremden Leuten aus dem Stehgreif heraus ein Gespräch anzufangen. Dieses schaffen leider viele Erwachsene nicht.
Am Tag deines Unfalls haben wir uns leider nur sehr wenig unterhalten können. Jeder hatte wieder, sogenannte, wichtige Aufgaben um die Ohren. Heute sehe ich vieles anders und würde mir gerne noch mal die Zeit nehmen um mit dir reden zu können.
Ich stehe an deinem Grab und rede mit dir und du hörst mich.

Die Antwort ist kein Wort, keine Silbe
Ich beobachte den Vogel, die Wolken, den Wind
Und spüre wie nah du uns bist.
Unsere Augen sehen dich nicht,
aber unser Herz spürt deine Gegenwart.
Ich weis wir sehen uns wieder,
ob morgen oder in Jahren
das ist nicht wichtig.
Elron, ich vermisse dich sehr.

Peter

 

   
   

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